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Kastrationspflicht

 
Seit vielen Jahren hat es sich der Verein Straßenkatzen Rhein-Erftkreis e.V. zur Aufgabe gemacht, Politik und Verwaltung in den unterschiedlichsten Hierarchieebenen für die Kastrationspflicht der in Privathal- tung befindlichen Freigängerkater und -katzen zu sensibilisieren. Kleine Erfolge jahrelangen „dicke Bretter bohrens“ sind inzwischen sichtbar. Vorbildfunktion im Rhein-Erft-Kreis hat die Kolpingstadt Kerpen, denn hier ist Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht zwischenzeitlich eingeführt. In den Städten Bergheim, Hürth und Wesseling ist derzeit nur die Kastrationspflicht von Freigängerkatern und -katzen verpflichtend. Die Städte Bedburg, Brühl, Elsdorf, Erftstadt, Frechen und Pulheim gilt es noch zu überzeugen. Eine langwierige, zeitraubende und schwere Aufgabe! Die Tierfreunde Rhein-Erft unterstützen die Arbeit des Vereins Straßenkatzen Rhein-Erftkreis e.V. voll inhalt- lich, gehen allerdings in ihrem Begehren einen Schritt weiter. Nach unserer Auffassung macht Kastrations- pflicht nur in Zusammenhang mit Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht Sinn. Alles andere ist halb- herzig und ein „sanftes Ruhekissen“ für Verantwortliche in Politik und Verwaltung, denn Kastrationen erfol- gen (außer in Kerpen) z.Z. ausschließlich auf freiwilliger Basis. Wir sind sicher, dass verantwortungsbewusste Katzenhalterhalterinnen und -halter kein Problem darin sehen, ihr Tier – sofern es nicht für Zuchtzwecke vorgesehen ist – kastrieren, kennzeichnen und registrieren zu lassen. Tierschutzorganisationen, wie z.B.TASSO e.V., registrieren kostenlos. Nur auf diese Weise ist es möglich, aufgegriffene oder in Tierheimen abgegebene Tiere sicher zuzuordnen. Katzenhalterinnen und -haltern sollte bewusst sein, dass jeder unkastrierte Freigängerkater ggf. weite Strecken auf sich nimmt, um rollige Katzen zu decken. In den meisten Fällen handelt es sich um noch nicht kastrierte Straßenkatzen, also herrenlose Tiere. Aber auch rollige Freigängerkatzen werden gedeckt. Ungewollte Würfe von Katzen in Privathaltung werden im günstigsten Fall nicht selten vor Tierheimen abgestellt, trächtige Katzen mit offensichtlich falschen “Entschuldigungen” und “Begründungen” in Tier- heimen abgegeben. Durch Aussetzen werden ungewollte Würfe häufig herrenlos oder im ungünstigsten Fall auf unterschiedliche Weise getötet, beispielsweise durch Ertränken. In anderen Fällen ist animal- hoarding (krankhaftes Sammeln und Halten von Tieren) nicht selten die Folge. Ziel des Vereins Straßenkatzen Rhein-Erftkreis e.V. ist nicht nur kontinuierliches Füttern herrenloser Katzen; zeitaufwendiges Einfangen, kostenträchtiges Kastrieren u.v.m. zählt ebenfalls dazu.   Jede Katzenhalterin bzw. jeder Katzenhalter sollte sich vor Augen führen, dass unkastrierte Freigänger- kater das Leid der Straßenkatzen unnötig erhöhen. Bitte bedenken Sie, dass das uneingeschränkte Engagement des Vereins Straßenkatzen e.V., der Tierfreunde Rhein-Erft und weiterer Tierschutzvereine teilweise durch Unkenntnis oder unbedachtes Verhalten ad absurdum geführt wird.
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